Im ersten Teil zeigten wir euch, wie ihr Herbstfrüchte richtig einfriert und auftaut und welche Nüsse sich für diese schonende Konservierung eignen. Nun kommen im zweiten Teil unserer Reihe viele weitere einfrierbare Naschereien dran, auf die sich eure Papageien gierig stürzen werden! Und das Beste ist- ihr könnt viele Früchte einfach beim Herbstspaziergang sammeln und die Fütterung eurer gefiederten Schätze im Winter unglaublich abwechslungsreich gestalten. Jetzt ist die Zeit der reifen Früchte, greift zu!

Beeren und Beerenobst

Beeren kommen jetzt reichlich in der Natur vor. An dutzenden Bäumen und Sträuchern sieht man es jetzt in orange, schwarz, blau und allen möglichen Rottönen leuchten. Zwar sind nicht alle Beeren genießbar, aber viele können durchaus an Papageien verfüttert werden (und natürlich auch für die Federlosen).

Botanisch gesehen sind viele Beeren, die bei uns so heißen, gar keine Beeren. So sind Erdbeeren eigentlich Sammelnussfrüchte, Brombeeren Sammelsteinfrüchte und Holunderbeeren Steinfrüchte- das bezeichnet man dann als Beerenobst. Dagegen sind Johannisbeeren, Bananen oder der Kürbis echte Beeren, was man volkstümlich kaum so bezeichnet. Um dich nicht zu verwirren, listen wir alle geeigneten Beeren und Beerenobst in diesem Artikel gemeinsam auf.


BANNER 0816


Welche Beeren sind geeignet?

Berberitzen
Berberitzen

Berberitzen sind die Früchte der gelbblühenden Gewöhnlichen Berberitze und oft schon im Spätsommer reif. Erkennbar sind sie an ihrer länglichen, etwa 1cm langen Form in pink-roter Aufmachung. Berberitzen sind die einzigen Teile der Pflanze, die nicht giftig sind. Daher sollte bei der Gabe an Papageien auf Blattwerk oder Rinde verzichtet werden.

Nahezu jeder kennt sie und kann sie auf Anhieb entdecken: Hagebutten. Die Herbstfrüchte der Wildrosen können länglich sein oder gedrungen und leuchten in orange-roten Tönen. Reif sind Hagebutten, wenn sie komplett eingefärbt sind und eine glatte, bei Druck leicht eindrückbare Schale haben. Das berühmt-berüchtigte Juckpulver im Inneren der Früchte stört die Vögel jedoch nicht.
Besonders die Vitamine der Gruppe A, B und C sind im Fruchtfleisch stark vertreten.

Auf zum Hollerbusch- so nennt man mancherorts den Holunder. Zur Blütezeit leuchtet er weiß, im Herbst bekommt er schwarze Beeren, die sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C und Mineralstoffen auszeichnen. Nur die Beeren sollten in reifem Zustand (ganz schwarz) angeboten werden, weil andere Teile der Pflanze giftig sind. Bei der Fütterung sollte jeder Papageienhalter bedenken, dass der austretende Saft der Holunderbeeren die Umgebung beschmutzen kann- gleiches gilt auch für den Kot, der sich nach dem Genuss von den Beeren einfärben kann.

Mahonien
Mahonien

Die reifen Beeren der Mahonie sind ein weiterer Leckerbissen für eure gefiederten Schätze. Sie können als blaue, erbsenförmige Früchte im Spätsommer geerntet und eingefroren werden. Blätter und Rinde sollten nicht verfüttert werden. Aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung ist eine Fütterung in Maßen erforderlich, nierenkranken Tieren bitte keine Mahonien anbieten.

Vogelbeeren, die Herbstfrüchte der Ebereschen, sind in rohem Zustand für uns Menschen oft mit Problemen verbunden, aber Vögel fressen sie jedoch mit Genuss. Für den Winter sind die kleinen roten, apfelähnlichen Beeren eine gute Quelle an Provitamin A und Vitamin C.
Ersteres ist für eine gute Immunabwehr von besonderer Bedeutung und kommt bei vielen Papageien in der Heimtierhaltung leider oft zu wenig vor und bringt dann, bei einer akuten Mangelerscheinung viele Probleme mit sich. Vogelbeeren sind eine gute Gelegenheit, diesem Mangel entgegenzuwirken.

Dornige Herbstfrüchte

Sanddorn
Sanddorn

Die auffällig orangefarbenen Beeren des Sanddorns sind wirkliche Vitamin-C-Bomben- daher wird er durch die häufigen Vorkommen in Norddeutschland der Sanddorn auch als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet.  Zudem enthalten die kleinen Beeren Vitamin B12 und das im Fruchtfleisch liegende Sanddornöl viele ungesättige Fettsäuren sowie Provitamin A.

Weißdorn besitzt kleine kugelige Beeren, die eine leuchtend rote Schale haben, im Inneren aber ein gelbes mehliges Fruchtfleisch. Sie können eingefroren, aber auch samt frisch vom Baum mit Zweig und Blättern euren Papageien angeboten werden.

Beeren Feuerdorn
Früchte des Feuerdorns

Die Herbstfrüchte des Feuerdorns sehen aus wie kleine Äpfel, sind jedoch meist rot-orange oder gelb und voll mit Vitamin C. Für Menschen sind die Beeren ungenießbar und leicht giftig, Papageien sind davon jedoch nicht betroffen. Viele Papageienhalter berichten, dass ihre Vögel die kleinen Beeren mit Vorliebe und ohne Probleme fraßen. Da auch der Feuerdorn viele Dornen hat, sollten allein die Beeren geerntet und eingefroren werden.

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Der Kürbis ist die beerige Herbstfrucht schlechthin- man findet ihn zwar nicht wildwachsend, aber die Anschaffung lohnt sich trotzdem. Berühmt in zahlreichen Formen und Farben kann er vielschichtig eingesetzt werden- aufpassen muss man lediglich, dass man einen Speisekürbis nimmt und keinen Zierkürbis. Am Bekanntesten und mit Schale verfütterbar ist der kleine Hokkaido-Kürbis. Die Kerne werden in größeren Stücken gerne von Papageien herausgepult und sind eine gute Beschäftigung, allerdings durch den hohen Ölgehalt auch kleine Dickmacher. Daher sollten sie nur in Maßen gefüttert werden, alternativ kann man die Kerne auch vorher entfernen.

Kürbis kann in kleinen Portionen eingefroren und dann weiter verwendet werden. Ihr möchtet mal kreativ sein? Dann probiert doch für eure Papageien unsere Kürbis Amaranth Riegel aus!

Kürbis Amaranth Riegel- Herbstfrüchte Rezept


Dir gefällt der Artikel? Dann nutze doch die Share Buttons unter dem Artikel und teile ihn mit deinen Bekannten und Freunden. Danke 🙂


Freebie-Grafik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *