Wellensittiche und Nymphensittiche finden wir wildlebend nur auf dem australischen Kontinent, sind aber hierzulande sehr beliebte Heimvögel. Viele Halter dieser Vögel halten beide Arten zusammen, was in den meisten Fällen sehr gut klappt. Ausschlaggebend dafür sind immer die gegebenen Rahmenbedingungen wie Platz, Freiflug, Beschäftigung, Verteilung der Arten und weitere Faktoren. Stimmen diese, ist eine gemeinsame Haltung mehrerer Wellensittiche und Nymphensittiche – mindestens zwei jeder Art- meist sehr harmonisch.

Trotz des Namenszusatz -sittich  sind beide Arten nicht miteinander verwandt, jedoch ging man vor der Möglichkeit von DNA- Untersuchungen von einer sehr nahen Verbindung aus. Mittlerweile weiß man jedoch, dass Nymphensittiche den Kakadus zuzuordnen und damit einer anderen Familie zugehörig sind die Wellensittiche.

Grassamen als Basis

Was sie aber eint ist der gemeinsame Lebensraum und die daraus resultierende ähnliche Ernährung. Sie durchstreifen in großen Schwärmen die Trockengebiete Australiens und sind daher immer unterwegs. Der Lebensraum gliedert sich je nach Nähe zu den Küstengebieten in Grasland, Savannen und Halbwüsten. Durch die starken  täglichen Temperatur-schwankungen muss die Vegetation sehr gut an diese Bedingungen angepasst sein. Besonders Gräser,  vor allem Büschelgräser der Gattung Spinifex und hartlaubige Büsche und Gehölze wie Akazien oder Eukalyptusbäume sind typische Vertreter. Der Hauptbestandteil der Nahrung in Form von verschiedenen halbreifen bis reifen Saaten stammt von bodendeckenden Pflanzen, Früchte sind eher nebensächlich. Die Ernährung ist damit nährstoff- und vitaminreich, aber fettarm.

Für die Gemeinschaftshaltung von Wellensittichen und Nymphensittiche sind diese Informationen sehr wichtig. Handelsübliches Nymphensittichfutter enthält oftmals zu viele ölhaltige Samen, beispielsweise Sonnenblumenkerne und die Sittiche neigen schnell zu Übergewicht. Dieses wirkt sich schlecht auf die Gesundheit und Aktivität eines Vogels aus und kann viele krankhafte Folgeschäden verursachen.

Bei einer gemeinsamen Haltung von „Wellis“ und „Nymphies“  ist es daher ratsam, geeignete Alternativen zu finden. Möglich wäre eine Ergänzung der Mischung mit einem guten Futter für Wellensittiche oder eine Saatenzusammensetzung auf Basis von diversen Grassamen. Die Papageien Bäckerei bietet neben qualitativ hochwertigen Wellensittich-Mischungen mit dem Sittich Gras Mix ein fettarmes Futter für hauptsächlich grassamenfressende Sittiche an. Auch der Sommerblüten Traum mit vielen enthaltenen Blüten ist eine sehr gute, gesunde Mischung Lavendel-, Hibiskus und Ringelblumenblüten sorgen nicht nur für Farbkleckse im Futter, sondern auch für einen wohltuenden gesundheitlichen Effekt.

Frischkost- kein leichtes Unterfangen

Ob und wie viel Frischkost man seinen Vögeln will, liegt im Ermessen des Halters und kann so einfach nicht beantwortet werden. Wie oben geschrieben, ist der Anteil von Früchten in der natürlichen Ernährung sehr gering, da die Vitamin-und Nährstoffgabe durch Samen in unterschiedlichen Reifestadien gewährleistet wird. In der  Haustierhaltung kann das nicht genauso erreicht werden, daher versuchen viele Vogelhalter ihren Sittichen Frischkost schmackhaft zu machen. Mehr oder weniger erfolgreich. Sowohl Wellensittiche als auch Nymphensittiche kann es lange dauern und es bedarf vieler Versuche, bis sie auf den Geschmack kommen.  Wenn Tricks wie: mit Körnerfutter „panieren“, klein raspeln, aufspießen oder mehr nicht zum Erfolg führen, kann man es mit Trockenobst  oder Säften probieren. Oftmals passiert es aber auch, dass einer der Vögel auf den Geschmack kommt und die anderen natürlich auch mal probieren müssen. Empfehlenswert ist es auch, das Futter in beliebten Spielzeugen verstecken.

Der beste Ratschlag ist daher immer: Der Versuch macht klug- auch wenn es länger dauert.

Habt ihr auch Erfahrungen in der Gemeinschaftshaltung von Wellensittichen und Nymphensittichen? Dann schreibt sie uns doch und gebt eure Tipps weiter.

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